Gesamtkunstwerk

Kunst bettet sich in Wände, drängt aus Mauern, dringt in Zimmer, schichtet Themen, pflanzt Fragen.

Anregend, kurzweilig, amüsant und berauschend: Mit dem Haus und mit seiner Identität verwachsen ist die Kunst. Sie überrascht dort, wo es nicht erwartet wird, und inspiriert meisterlich. Im Entree empfängt die ICARO Art Wall mit dem „Tränentrockner Paris“ von Michael Sailstorfer. Durch das gesamte Gebäude ziehen sich die zeitgenössischen Interventionen von Hubert Kostner und anderen Südtiroler Künstler*innen. Design Hotel oder Art Hotel oder beides?
Gestern und Heute – beides bereichert, beides inspiriert und beflügelt. Bei der Neugestaltung des ICARO greift das renommierte Architekturstudio Modus aus Brixen auf die solide Urform der Schutzhütte am Berg und deren ursprünglichen Verwendungszweck zurück, und arrangiert meisterhaft das Alte mit dem Neuen: Lärchenholz umhüllt das Haus, das sich ganz seiner majestätischen Umgebung hingibt. Holz spielt die Hauptrolle bei der Umsetzung dieses konstruktiven Aktes: außen Lärche, innen Fichte, Eiche und Ulme. Der geflügelte Holzumhang des ICARO spiegelt den von Bergen gerahmten Wald wieder und verweist gleichzeitig auf die Bravour jener Menschen, die hier seit Jahrhunderten bauen. Gegen Süden öffnet sich das Pultdach kraftvoll und schützend. Ein Tempel am Berg unter freiem Himmel.